1. Der Milchstreik wurde bundesweit betrachtet nur von einer Minderheit unterstützt
Während des zehntätigen Milchstreiks wurden
260 Mio. kg Rohmilch weggeschüttet.
Das sind rund 30 % weniger Rohstoff, die an die deutschen Molkereien angeliefert wurden. (Quelle ZMP).
Von einer überwältigenden Streikbeteiligung kann überhaupt nicht die Rede sein. Trotz vollmundiger Ankündigungen leerten sich durch den Milchstreik die Kühlregale nicht. Erst illegale Blockaden erzwangen Lieferengpässe.
Das sind rund 30 % weniger Rohstoff, die an die deutschen Molkereien angeliefert wurden. (Quelle ZMP).
Von einer überwältigenden Streikbeteiligung kann überhaupt nicht die Rede sein. Trotz vollmundiger Ankündigungen leerten sich durch den Milchstreik die Kühlregale nicht. Erst illegale Blockaden erzwangen Lieferengpässe.
2. Der Milchstreik hat die gesetzten Ziele nicht erreicht
Die vom Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in
Aussicht gestellte Erhöhung der
Trinkmilchpreise kam nur wenigen
Milcherzeugern zu Gute.
Andere Verwertungen wie Käse, Milchpulver oder Joghurt erzielten keine Mehrerlöse.
Teilweise mussten Molkereien den Auszahlungspreis zurücknehmen, um Streikschäden zu kompensieren.
Daher gab es deutschlandweit keinerlei positive Auswirkungen auf den Auszahlungspreis.
Die Streiker bleiben auf den Mindereinnahmen für die weggeschüttete Milch sitzen und die Kosten des Streiks müssen von allen Bauern gemeinsam getragen werden.
Andere Verwertungen wie Käse, Milchpulver oder Joghurt erzielten keine Mehrerlöse.
Teilweise mussten Molkereien den Auszahlungspreis zurücknehmen, um Streikschäden zu kompensieren.
Daher gab es deutschlandweit keinerlei positive Auswirkungen auf den Auszahlungspreis.
Die Streiker bleiben auf den Mindereinnahmen für die weggeschüttete Milch sitzen und die Kosten des Streiks müssen von allen Bauern gemeinsam getragen werden.
3. Der Milchstreik hat deutsche Bauern Marktanteile gekostet
Schon während des Milchstreiks reagierte der
Markt auf die Lieferengpässe, die
hauptsächlich auf rechtswidrige Blockaden
zurückzuführen waren.
Während des Streiks lieferten nach Angaben der Fachpresse französische Unternehmen 60 Mio. kg Milch mehr nach Italien.
Der Italienmarkt konnte nach dem Streik nur noch teilweise von deutschen Anbietern zurückerobert werden.
Der LEH ordert nach dem Milchstreik verstärkt ausländische Milchprodukte, um sich von deutschen Anbietern unabhängig zu machen, berichteten Fachleute etwa in der Lebensmittelzeitung.
Außerdem kann der LEH damit die Milchstreikzusage (Preiszuschlag gilt nur für deutsche Trinkmilch) unterlaufen.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 30 % mehr ausländische Rohmilch nach Deutschland eingeführt.
Die Einfuhr von abgepackter Milch stieg sogar um 35 %!
Fritz Jäger zieht eine bittere Bilanz: „Der Milchstreik öffnete der EU-Konkurrenz Tür und Tor zum deutschen Milchmarkt“.
Während des Streiks lieferten nach Angaben der Fachpresse französische Unternehmen 60 Mio. kg Milch mehr nach Italien.
Der Italienmarkt konnte nach dem Streik nur noch teilweise von deutschen Anbietern zurückerobert werden.
Der LEH ordert nach dem Milchstreik verstärkt ausländische Milchprodukte, um sich von deutschen Anbietern unabhängig zu machen, berichteten Fachleute etwa in der Lebensmittelzeitung.
Außerdem kann der LEH damit die Milchstreikzusage (Preiszuschlag gilt nur für deutsche Trinkmilch) unterlaufen.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 30 % mehr ausländische Rohmilch nach Deutschland eingeführt.
Die Einfuhr von abgepackter Milch stieg sogar um 35 %!
Fritz Jäger zieht eine bittere Bilanz: „Der Milchstreik öffnete der EU-Konkurrenz Tür und Tor zum deutschen Milchmarkt“.
4. Preiserhöhungen lösten Absatzeinbruch aus
„Der wahren Gründe für die aktuelle
Milchmarktmisere werden verkannt“, stellt
Fritz Jäger fest. Die Preiserhöhungen im
Herbst 2007 haben zu einer massiven
Kaufzurückhaltung bei Milchprodukten geführt.
Eine ZMP - Marktstudie hat die Zusammenhänge zwischen Preiserhöhungen bei Milchprodukten und verändertem Kaufverhalten klar belegt.
Einige Erkenntnisse in der Zusammenfassung:
Von September bis Dezember 2007 ging die durchschnittliche Menge an Konsummilch je Haushalt im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 5,1% zurück.
Von November 2007 bis März 2008 haben die Privathaushalte 4,9% weniger Käse gekauft.
Nach dem Butterschock im August reduzierte sich die Käuferreichweite massiv.
Der deutschen Markenbutter fehlten von September bis November Monat für Monat im Schnitt mehr als eine Million Kunden.
Alle Umfragen, die belegen sollen, dass Kunden bereit seien, mehr für Milchprodukte zu zahlen, sind statistisch unseriös, fragen nur ein "erwünschtes Verhalten" ab.
Steigen die Preise, wird weniger oder billiger gekauft, das ist Fakt. Eine Preiserhöhung ohne Reaktion der Kunden gibt es nicht.
Link: Bestätigt werden diese Zahlen durch das unabhängige und gemeinnützige IFE Forschungsinstitut in Kiel.
Eine ZMP - Marktstudie hat die Zusammenhänge zwischen Preiserhöhungen bei Milchprodukten und verändertem Kaufverhalten klar belegt.
Einige Erkenntnisse in der Zusammenfassung:
Von September bis Dezember 2007 ging die durchschnittliche Menge an Konsummilch je Haushalt im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 5,1% zurück.
Von November 2007 bis März 2008 haben die Privathaushalte 4,9% weniger Käse gekauft.
Nach dem Butterschock im August reduzierte sich die Käuferreichweite massiv.
Der deutschen Markenbutter fehlten von September bis November Monat für Monat im Schnitt mehr als eine Million Kunden.
Alle Umfragen, die belegen sollen, dass Kunden bereit seien, mehr für Milchprodukte zu zahlen, sind statistisch unseriös, fragen nur ein "erwünschtes Verhalten" ab.
Steigen die Preise, wird weniger oder billiger gekauft, das ist Fakt. Eine Preiserhöhung ohne Reaktion der Kunden gibt es nicht.
Link: Bestätigt werden diese Zahlen durch das unabhängige und gemeinnützige IFE Forschungsinstitut in Kiel.
5. Einseitige Mengenreduzierung verschaffen der Konkurrenz Wettbewerbsvorteile
Der BDM steht mit seinem Konzept der
Mengenreduzierung innerhalb der EU alleine
da. Unsere Kollegen in der EU bereiten sich
systematisch auf das Auslaufen der Milchquote
2015 vor. Sie optimieren die
Betriebsstrukturen und setzen auf
Kostenreduzierung durch sinkende
Quotenpreise. Im ersten Halbjahr 2008 wurde
in der EU eine Million Tonnen mehr Milch
angeliefert.
Darum hatte der Milchstreik der deutschen Bauern auf die EU-Milchmenge und damit auf die Preisentwicklung der Rohmilch keinerlei Auswirkungen!
Die aktuell moderate Anlieferung der deutschen Bauern wird durch Produktionserhöhungen anderer EU-Staaten voll aufgefangen. Alleine Frankreich erhöhte seine Milchproduktion um 6,5 % im ersten Halbjahr 2008. In keinem anderen EU-Land werden stringentere Mengenbegrenzungen gefordert, ganz im Gegenteil. Die Niederländer, Polen, Tschechen fordern 5 % mehr Quote im kommenden Jahr und die Italiener gar 10 % Quotenaufstockung.
Vor dem aktuellen Hintergrund wäre ein deutsches Sonderopfer geradezu absurd und würde weitere Marktanteile kosten.
Darum hatte der Milchstreik der deutschen Bauern auf die EU-Milchmenge und damit auf die Preisentwicklung der Rohmilch keinerlei Auswirkungen!
Die aktuell moderate Anlieferung der deutschen Bauern wird durch Produktionserhöhungen anderer EU-Staaten voll aufgefangen. Alleine Frankreich erhöhte seine Milchproduktion um 6,5 % im ersten Halbjahr 2008. In keinem anderen EU-Land werden stringentere Mengenbegrenzungen gefordert, ganz im Gegenteil. Die Niederländer, Polen, Tschechen fordern 5 % mehr Quote im kommenden Jahr und die Italiener gar 10 % Quotenaufstockung.
Vor dem aktuellen Hintergrund wäre ein deutsches Sonderopfer geradezu absurd und würde weitere Marktanteile kosten.
6. Mengenreduzierungen der deutschen Bauern treibt die Kosten nach oben
Das vom BDM geforderte Maßnahmenpaket
(Belassung der 2 % igen Quotenerhöhung in der
nationalen Reserve, die Änderung des
Umrechnungsfaktors und die Abschaffung der
Saldierung) würde auf eine einseitige
nationale Mengenreduzierung um ca. 3%
Milchmenge hinauslaufen.
Diese faktische Quotenkürzung würde Auswirkungen auf den Quotenpreise entfalten, die künstliche Verknappung der deutschen Quote höhere Quotenpreise und damit insgesamt steigenden Produktionskosten nach sich ziehen.
Eine Mengenreduzierung bei Milch erhöht also zwangsläufig die Kosten (pro erzeugtem kg Milch) der Bauern und höhere Quotenkosten belasten wachstumswillige Betriebe zusätzlich.
Diese faktische Quotenkürzung würde Auswirkungen auf den Quotenpreise entfalten, die künstliche Verknappung der deutschen Quote höhere Quotenpreise und damit insgesamt steigenden Produktionskosten nach sich ziehen.
Eine Mengenreduzierung bei Milch erhöht also zwangsläufig die Kosten (pro erzeugtem kg Milch) der Bauern und höhere Quotenkosten belasten wachstumswillige Betriebe zusätzlich.
7. Eine Mengensteuerung mit Quote schadet den Familienbetrieben
„Ein
planwirtschaftliches System aus
Mengebegrenzung und Quote führt unsere
Milchviehbetriebe direkt in die Sackgasse“,
ist sich Fritz Jäger sicher. Er bezieht sich
auf Untersuchungen aus Kanada. Das dortige
geschlossene Milchproduktionssystem wird oft
als positives Beispiel genannt.
Die Wirklichkeit zeichnet ein anderes Bild. Das Frontier Centre for Public Policy, Winnipeg, hat eine erschütternde Studie unter dem Titel “Is Quota Helping to Kill the Family Farms?“ veröffentlicht.
Klares Ergebnis der Studie: Je höher die Quotenpreise in einem geschlossenen Milchmengensystem steigen, desto schneller erfolgt der so genannte Strukturwandel, also der Ausstieg aus der Milchviehhaltung (Anlage ). Großbetriebe überleben und Familienbetriebe werden zerstört. Zudem wird die Milchindustrie völlig vom Wettbewerb abgeschottet und verzeichnet keinerlei Produktivitätsfortschritte.
„Wer aktiven Familienbetrieben zukunftsgerichtet helfen will, muss die Quote entwerten,“ fordert Fritz Jäger von Unternehmen Milch.
Die Wirklichkeit zeichnet ein anderes Bild. Das Frontier Centre for Public Policy, Winnipeg, hat eine erschütternde Studie unter dem Titel “Is Quota Helping to Kill the Family Farms?“ veröffentlicht.
Klares Ergebnis der Studie: Je höher die Quotenpreise in einem geschlossenen Milchmengensystem steigen, desto schneller erfolgt der so genannte Strukturwandel, also der Ausstieg aus der Milchviehhaltung (Anlage ). Großbetriebe überleben und Familienbetriebe werden zerstört. Zudem wird die Milchindustrie völlig vom Wettbewerb abgeschottet und verzeichnet keinerlei Produktivitätsfortschritte.
„Wer aktiven Familienbetrieben zukunftsgerichtet helfen will, muss die Quote entwerten,“ fordert Fritz Jäger von Unternehmen Milch.

Bundessprecher Unternehmen Milch
Fritz Jäger
Tel. 07976-213
Weitere Experten zur Vertiefung der Materie:
Zum Thema Exportanteile der deutschen
Milcherzeuger, sowie Milchanlieferung usw.:
Dr. Hans-Jürgen Seufferlein, Verband der Bayerischen Milcherzeuger e.V., Tel. 089 - 55873 - 725
Zum Thema Zahlen rund um Milchpreise, Saldierung, Umrechnungsfaktor, usw.:
Georg Keckl, Agrarstatistik, Tel. 0511-98983441
Zum Thema Marktzahlen, Absatz Milchprodukte usw.:
Erhard Richarts, ife Informations- und Forschungszentrum Ernährungswirtschaft e.V., E-Mail an Herrn Richarts schicken
Dr. Hans-Jürgen Seufferlein, Verband der Bayerischen Milcherzeuger e.V., Tel. 089 - 55873 - 725
Zum Thema Zahlen rund um Milchpreise, Saldierung, Umrechnungsfaktor, usw.:
Georg Keckl, Agrarstatistik, Tel. 0511-98983441
Zum Thema Marktzahlen, Absatz Milchprodukte usw.:
Erhard Richarts, ife Informations- und Forschungszentrum Ernährungswirtschaft e.V., E-Mail an Herrn Richarts schicken
Unternehmen Milch
15.Oktober 08
Unternehmen Milch (UM) ist ein bundesweites Netzwerk engagierter Milcherzeuger, das unter dem Eindruck des Milchstreiks entstanden ist.
UM setzt sich kritisch mit Forderungen nach einer planwirtschaftlich-organisierten Milchmarktordnung auseinander
Download: Zu den Pressemitteilungen mit diesen Meldungen
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