Fakten kontra Behauptungen: Zahlen zur EU-Intervention
27.08.2009
Von einigen Interessengruppen werden über die
Maßnahmen der EU Verwaltung Zahlen veröffentlicht
und Behauptungen aufgestellt, die nicht
nachvollziehbar sind und keine Quellenangabe
aufweisen. Da die tendenziösen Zahlen in
Diskussionen und Politikgesprächen eingebracht
werden, bedürfen Sie einer Klarstellung. Wir wollen
zur Versachlichung der Diskussionen beitragen und
allen interessierten Lesern die original Quelle mit
dem Kommissionsbericht zur Verfügung stellen.
Den Kommissionsbericht als pdf-Datei gibt es hier.
1. Behauptung:
Bis Juli 2009 seien von der EU 800 Mio. € aufgewendet worden, um Lagerbestände an Butter und Milchpulver aufzuhäufen.
Fakten Kommissionsbericht (Nr.4.2)
Die Kosten der bereits ergriffenen Maßnahmen belaufen sich bis Ende Juni 2009 auf 350. Mio. € . Insgesamt sollen bis Frühjahr 2010 rund 600 Mio. € zur Stützung aufgewendet werden.
2. Behauptung:
Ferner seien mit 450.000 t die höchsten Lagerbestände seit 1991 eingelagert.
Fakten Kommissionsbericht (Nr.4.1a,b)
Bis 28. Juni knapp 82.000 t Butter und 231.000 t Magermilchpulver aufgekauft wurden (Summe: 313.000 t). Privat wurden 105.800 t Butter eingelagert. (Gesamtsumme: 418.800 t). Aus der privaten Einlagerung wird bereits erste Butter entnommen und auf den Markt gebracht.
Grafik: Butter- und Magermilchpulverbestände seit 1982 in der EU und Deutschland (Klick für volle Größe):
3. Behauptung
Etwa 50 % der Überschussmenge sei durch die Quotenaufstockung und der damit verbunden Mehrproduktion verursacht.
Fakten Kommissionsbericht (Nr.3.1 und 4.1c)
Die verschiedenen Quotenaufstockungen haben nicht zu einer Steigerung der Milcherzeugung in der EU geführt. Die gesamte Milcherzeugung bis 31. März 2009 wird auf 4,2 % unterhalb der Gesamtquote geschätzt. Dagegen ist die Nachfrage sowohl in der EU als auch auf dem Weltmarkt gesunken. Der Nachfragerückgang in der EU betraf vor allem Qualitätserzeugnisse wie Käse, was besonders bedeutsam ist, da in der EU mehr als 40% der Milch zu Käse
verarbeitet werden.
Die eingelagerte Butter entspricht 1,1% der produzierten EU-Milchmenge, der Bestand an eingelagertem Milchpulver entspricht 1,8 % der EU-Milchmenge.
Den Kommissionsbericht als pdf-Datei gibt es hier.
1. Behauptung:
Bis Juli 2009 seien von der EU 800 Mio. € aufgewendet worden, um Lagerbestände an Butter und Milchpulver aufzuhäufen.
Fakten Kommissionsbericht (Nr.4.2)
Die Kosten der bereits ergriffenen Maßnahmen belaufen sich bis Ende Juni 2009 auf 350. Mio. € . Insgesamt sollen bis Frühjahr 2010 rund 600 Mio. € zur Stützung aufgewendet werden.
2. Behauptung:
Ferner seien mit 450.000 t die höchsten Lagerbestände seit 1991 eingelagert.
Fakten Kommissionsbericht (Nr.4.1a,b)
Bis 28. Juni knapp 82.000 t Butter und 231.000 t Magermilchpulver aufgekauft wurden (Summe: 313.000 t). Privat wurden 105.800 t Butter eingelagert. (Gesamtsumme: 418.800 t). Aus der privaten Einlagerung wird bereits erste Butter entnommen und auf den Markt gebracht.
Grafik: Butter- und Magermilchpulverbestände seit 1982 in der EU und Deutschland (Klick für volle Größe):
3. Behauptung
Etwa 50 % der Überschussmenge sei durch die Quotenaufstockung und der damit verbunden Mehrproduktion verursacht.
Fakten Kommissionsbericht (Nr.3.1 und 4.1c)
Die verschiedenen Quotenaufstockungen haben nicht zu einer Steigerung der Milcherzeugung in der EU geführt. Die gesamte Milcherzeugung bis 31. März 2009 wird auf 4,2 % unterhalb der Gesamtquote geschätzt. Dagegen ist die Nachfrage sowohl in der EU als auch auf dem Weltmarkt gesunken. Der Nachfragerückgang in der EU betraf vor allem Qualitätserzeugnisse wie Käse, was besonders bedeutsam ist, da in der EU mehr als 40% der Milch zu Käse
verarbeitet werden.
Die eingelagerte Butter entspricht 1,1% der produzierten EU-Milchmenge, der Bestand an eingelagertem Milchpulver entspricht 1,8 % der EU-Milchmenge.
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