Pressemitteilung: Unternehmen Milch lehnt einseitige Maßnahmen ab!
Unternehmen Milch
Unternehmen Milch lehnt einseitige Maßnahmen ab
Als
Reaktion auf die Folgen des Milchlieferstreiks und
die augenblickliche milchpolitische Diskussion
insbesondere auf Bundesebene formieren sich immer
mehr unternehmerisch denkende Milchbauern unter dem
Dach von „Unternehmen Milch“. Am 9. September 2008
fand in Alsfeld inzwischen die erste
Bundesversammlung statt mit dem Ziel, die
Wettbewerbsposition der heimischen Milchproduzenten
zu erhalten und zu verbessern. Dazu gehört im Kern
eine aktive Annahme der zukünftigen
Herausforderungen des Marktes. Von ihrem
Selbstverständnis her sind die im Unternehmen Milch
zusammengeschlossenen Produzenten Milcherzeuger,
die den Markt mehr als Chance, denn als Risiko
betrachten.
Eine Delegation von Unternehmen Milch wurde
kürzlich bereits von Vertretern der
Generaldirektion Landwirtschaft der
EU-Kommission empfangen.
„Brüssel lässt keinen Zweifel daran, dass die Quote
20015 ausläuft und der Zug in Richtung Markt fährt“
berichtet Fritz Jäger, Bundessprecher von
Unternehmen Milch, nach dem Treffen in Brüssel. Mit
Blick auf die anstehenden nationalen Entscheidungen
im Bundesrat fordern die im Unternehmen Milch
gebündelten Milchbauern klare milchpolitische
Aussagen der Länderagrarminister, die der
Wirklichkeit des grenzenlosen europäischen
Binnenmarktes ebenso Rechnung tragen wie dem
EU-Recht.
„Alles Andere ist Augenwischerei und
Zeitverschwendung. Wir lehnen daher die im
Bundesrat zur Entscheidung anstehenden Maßnahmen
wie die Abschaffung der Saldierungsmöglichkeiten
oder die Erhöhung des so genannten
Umrechnungsfaktors entschieden ab. Diese Vorschläge
laufen auf eine einseitige nationale
Produktionsbeschränkung für die deutschen
Milcherzeuger hinaus“, so Fritz Jäger. Dieser
nationale Alleingang werfe die deutschen
Milchbauern in ihrem Bemühen um den Aufbau
wettbewerbsfähiger Strukturen bis zum Auslaufen der
Milchquote meilenweit zurück.
Aus Sicht von Unternehmen Milch sind die benannten
Maßnahmen nicht geeignet, um die
Milchauszahlungspreise in Deutschland positiv zu
beeinflussen und die Leistungsfähigkeit der
Deutschen Bauern zu stärken. Im Gegenteil: Die
Milchquotenpreise werden weiter in die Höhe
getrieben und damit investitionswilligen Bauern
höhere Kosten aufgebürdet.
Dagegen
wenden sich die Milchbauern mit einem Aufruf an
unternehmerisch denkende Berufskollegen. Auf der
Homepage
www.unternehmen-milch.de
haben
Milchbauern die Gelegenheit, per Email die Ziele
von Unternehmen Milch zu unterstützen. „Wir geben
zukunftsorientierten Milchbauern Stimme und Forum“,
betont Fritz Jäger. Wer mit den Vorschlägen der
Politik nicht einverstanden sei, müsse jetzt
handeln. Nach der Bundesratssitzung vom 7. November
sei es zu spät, lautet die Botschaft der Webseite.
17.09.2008
Unternehmen Milch
Bundessprecher Fritz Jäger
Uhlbach 1
Sulzbach-Laufen


