Pressemitteilung: Abschmelzen der Milchprämien stoppen
25.03.2009 Katerogie: Pressemitteilungen
Abschmelzen der Milchprämien stoppen
Die Milcherzeuger aus dem Netzwerk Unternehmen Milch wollen das Abschmelzen der Milchprämie stoppen. Die Milchprämie wurde als Begleitmaßnahme zum Ausstieg aus der Quotenregelung eingeführt. Dadurch sollte das Absinken des Auszahlungspreises abgefedert werden. Nur in Deutschland wurde die vorzeitige Abschmelzung eingeführt. Die weltweite Wirtschaftskrise stellt den Milchmarkt vor außergewöhnliche Probleme. „Das vorzeitige Abschmelzen der Milchprämie stellt einen nationalen Alleingang dar, der die deutschen Milcherzeuger in der Krise besonders hart trifft“, betont Fritz Jäger, Sprecher von Unternehmen Milch. In anderen EU-Staaten wird die Milchprämie nicht abgeschmolzen, was zu Wettbewerbsnachteilen der deutschen Milcherzeuger führt. In einem Brief an die Gastgeberin der Agrarministertagung in Magdeburg, Landesagrarministerin Petra Wernicke, schlagen die Milcherzeuger vor, das 90 Mio. € Paket aus Brüssel in die Milchprämie zu stecken und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Milcherzeuger zu stärken. Die Abschmelzung ist nationales Recht und kann jederzeit rückgängig gemacht werden.
Die Mittel für Investitionsprogramme wurden bereits von allen Landesministerien aufgestockt und sind in ausreichendem Maße vorhanden.
Milchprämie für Aussteiger-Modell einsetzen
Unternehmen Milch bringt auch ein Aussteiger-Modell mit Milchprämie ins Spiel. Die derzeitige Marktkrise beschleunigt den Strukturwandel und trifft viele ausstiegswillige Milcherzeuger unvorbereitet. „Die Milchquote wird bei den aktuell niedrigen Auszahlungspreisen schnell an Wert verlieren“, erwartet Fritz Jäger von Unternehmen Milch. Für ausstiegswillige Milcherzeuger, die mit den Einnahmen aus dem Quotenverkauf kalkuliert haben, um z. B. Altkredite abzulösen, geht die Rechnung möglicherweise nicht mehr auf. Mit der Entkoppelung der Milchprämie von der Fläche ließe sich der Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Produktion sozial abfedern . „Wer die Milchproduktion aufgibt und seine Flächen langfristig verpachtet, soll die Milchprämie bis zum Auslaufen der Quote 2015 behalten“, schlägt Fritz Jäger vor.
Aus Sicht von Unternehmen Milch wird darüber hinaus in der Öffentlichkeit die Akzeptanz für das Renten-Modell sowie den Beibehalt der Milchprämie wesentlich höher sein, als für andere diskutierte Maßnahmen wie z. B. eine Kuh- und/oder Abschlachtprämie.
Fritz Jäger
Bundessprecher
Tel. 07976-213
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