Kartellamt zum Milchlieferstreik


Das Bundeskartellamt hat mit Beschluss vom 12. November 2008 festgestellt, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V., Freising (BDM), im Rahmen der „Milchpreisoffensive 2008“ zum Boykott aufgerufen hat......mehr

Die „mächtige Waffe“ Milchlieferstreik ist stumpf. Der Beschluss ist in doppelter Hinsicht eine (vorhersehbare) Katastrophe für den BDM, denn es wird nicht nur die Unrechtmäßigkeit des Lieferstreiks bestätigt, sondern auch der Mindest-Basispreis von 43 Cent als falsch bewertet.
Letzteres wird damit begründet, dass nicht nur oberhalb von 43 Cent kostendeckend Milch erzeugt werden kann, zudem werden die vom BDM angesetzten Lohnkosten als zu hoch angesehen.
Zusammen mit den anderen Ergebnissen der BDM-Aktivitäten betrachtet, z.B. ein Ministerpräsident auf Rachefeldzug, die Absatzeinbrüche nach dem letzten Milchstreik oder die ungewollte FDP-Mitherrschaft in Bayern, hinterlässt der BDM ein gigantisches Trümmerfeld. Die Folgen der BDM-Politik für die Milchbauern können heute noch gar nicht abgeschätzt werden.
Für die Milchbauern in Deutschland waren die letzten Tage erfreulich; der Bundesrat lehnte die BDM-Vorschläge ab, das Kartellamt nimmt dem BDM die Möglichkeit, noch einmal mit einem Streik zu drohen - und auch das neue Erbrecht ist für die landwirtschaftlichen Betriebe. noch erträglich gestaltet worden.




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